info@dahliaschreibt.de

KW 27: Drachenzähmen für Anfänger ;)

KW 27: Drachenzähmen für Anfänger ;)

Die letzte Woche habe ich hauptsächlich damit verbracht, Dragon noch ein bisschen zu trainieren. Die ersten Tage habe ich an meinem MacBook diktiert und Erkennungsfehler direkt über die Korrekturfunktion ausgemerzt, in der Hoffnung, dass die Erkennung dadurch besser wird. Drei Dinge sind mir dabei aufgefallen

  1. Wenn ich das Programm außerhalb eines einfachen Texteditors verwende, entwickelt es manchmal ein seltsames Eigenleben, indem der Cursor irgendwo hinspringt, wo es nicht hingehört. Es kommt auch häufiger vor, das Teilsätze verschluckt werden.
  2. Jedesmal, wenn ich es über einen längeren Zeitraum (10+ Minuten) benutzt habe, ist es mindestens einmal abgestürzt. Von der Gefahr hatte ich bereits gehört, war aber überrascht, wie häufig es tatsächlich vorkam. Zur Sicherheit habe ich deswegen TextEdit benutzt, statt den integrierten Texteditor DragonPad – denn wenn Dragon abstürzt ist auch alles futsch, was man bis dahin in DragonPad diktiert hat …
  3. Die Erkennung wird zwar tatsächlich besser, wenn ich die Korrektur fleißig benutze, aber ich bin dadurch auch schrecklich langsam. Rund 1200 Wörter in anderthalb Stunden war nicht das Ergebnis, was ich mir vom Diktieren erwartet hatte. Klar, mir fehlt auch noch die Routine, meine Geschichten laut zu erzählen, statt sie zu tippen, aber das war doch sehr zäh. Es fiel mir jedoch schwer, mich nicht mit der Korrektur aufzuhalten, wenn ich alle kleinen Erkennungsfehler direkt vor mir sah.

Aus diesen Gründen bin ich dann ab Donnerstag dazu übergegangen direkt in mein Diktiergerät zu sprechen. Das hatte ich mir schließlich aus genau diesem Grund zugelegt. Und der Unterschied war gravierend:

Statt 1200 Wörter in 90 Minuten hatte ich beim ersten Versuch gleich rund 2600 Wörter in 40 Minuten!

Ja, die Erkennungsrate beim Transkribieren ist nicht soo gut wie beim Diktieren. Besonders, da es den Korrekturmodus dabei nicht gibt – da war es auch häufig so, dass nicht die Variante, die Dragon als erstes ausgewählt hatte, die richtige war, sondern die Variante Nr. 2 oder 7 oder 9 entweder 100%ig korrekt war oder aber zumindest näher an dem dran, was ich gesagt hatte.

Aber es spuckt mir durchaus eine Rohfassung aus, wo ich der Handlung folgen kann – ich war sogar sehr positiv davon überrascht, wie viel es wirklich 100%ig korrekt verstanden hatte. Die Fehler, die sich eingeschlichen haben, kann ich bei der Überarbeitung ausmerzen. Und selbst wenn die Überarbeitung nochmal doppelt so lange dauert, wie das diktieren an sich*, so komme ich immer noch auf einen Schnitt von 1300 überarbeiteten Wörtern in der Stunde, womit ich mein Tempo ungefähr verdoppelt hätte. Beim Schleifen-Schreiben wie bisher kam ich meistens auf 600 bis 750 Wörter pro Stunde.

Als Zwischenfazit kann ich also schonmal festhalten: Diktieren spart viel Zeit!

Ein Hinweis noch zur Transkription: Es ist möglich, gleich mehrere wav-Dateien auszuwählen und sie nacheinander umsetzen zu lassen. Bei mir ist Dragon da jedoch zwei Mal hintereinander abgestürzt, als ich es mit drei Dateien versucht habe. Ich weiß nicht, ob das nur ein Problem der Mac-Version ist, die generell fehlerbehafteter als die Windows-Version ist. 

Neben “Wenn der Frühling vergeht” habe ich auch noch ein bisschen an der Kurzgechichte für die Dark Islands Ausschreibung gearbeitet. Insgesamt sind so im Laufe der letzten Woche 11.356 Wörter dazu gekommen. Ein wirklich ordentlicher Schnitt, in Anbetracht, dass ich im Schnitt täglich keine halbe Stunde diktiert habe!

*Also 80 im Beispiel, so dass man auf insgesamt rund 2 Stunden kommt – beim Überarbeiten gestern habe ich da leider nicht so genau drauf geachtet, da ich mir gleich noch den gesamten Anfang angesehen habe und zwischendurch auch längere Pause hatte.

Und wie geht es jetzt weiter?

Damit Dragon meine Stimme noch ein bisschen besser kennenlernt, habe ich beschlossen, ein paar meiner Geschichten zumindest zum Teil einzulesen. Und wenn ich  mir die Arbeit schon einmal mache, will ich das Ergebnis nicht nur auf meiner Festplatte vergammeln lassen. Deswegen wird demnächst mein Vorlese-Podcast hier auf der Seite starten. Also, seid gespannt :D

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.