[WXR17] Tag 5: Zielsetzung und Zeitmanagement

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Wer mich kennt weiß, dass ich ganz versessen auf alle Themen bin, die irgendetwas mit Organisation, Produktivität und Zeitmanagement zu tun haben. Entsprechend gespannt war ich auf den Vortrag „Maintaining a Writer’s Life“ von Thomas Olde Heuvelt.

Maintaining a Writer’s Life

Sobald das Schreiben mehr als nur ein Hobby ist, sollte man sich Gedanken über seine (Schreib-)Zukunft machen und sich Karriereziele setzen. Diese Ziele sollten spezifisch, messbar und zeitlich festgelegt sein. Und natürlich sollte man sie auch aufschreiben. Thomas hat in seinem Vortrag ein System vom Großen zum Kleinen hin vorgestellt, wie er seine Ziele organisiert und sich einen Arbeitsplan aufstellt.

Mission Statement

Das Mission Statement ist ein großer Überblick über die Karriereziele, die man verfolgt. Auf was will man am Ende seiner Karriere zurückblicken? Diese Ziele sind nicht in Stein gemeißelt, sondern sollten jährlich noch einmal unter die Lupe genommen werden – schließlich können sich Lebenssituationen verändern und andere Dinge wichtig werden.

Einfachheit ist hier Trumpf – das Mission Statement sollte nicht länger als eine Seite sein. Die Ziele sollten realistisch sein, aber eigene Wunschträume sollte man auch mit einbeziehen. Schließlich hat man sein ganzes Leben Zeit, seine Mission abzuschließen und das sollte man mit berücksichtigen.

Steht das Mission Statement einmal, ist es die Entscheidungsgrundlage für alles, mit dem man fortan konfrontiert wird. Jede berufliche Entscheidung sollte daraufhin geprüft werden, ob sie einen dem Ziel näher bringt. Bei allem, was einem dem Ziel nicht näher bringt, kann und sollte man mit guten Gewissen nein sagen.

Fünf-Jahres-Plan

Ausgehend vom Mission Statement erstellt man anschließend einen Plan für die nächsten fünf Jahre. Wo will man in fünf Jahren stehen und welche Schritte sind dafür notwendig?

Diesen Plan sollte man jedes Quartal anpassen, aber sich jede Woche ins Gedächtnis rufen.

Ein-Jahres-Plan

Nachdem man einen Plan für die nächsten fünf Jahre aufgestellt hat, betrachtet man das nächste Jahr. Auch diesen Plan sollte man jedes Quartal anpassen und sich jede Woche ins Gedächtnis rufen.

Aufgabenlisten und Tagesziele

Ausgehend vom Jahresplan sollte man sich eine Aufgabenliste erstellen, die alle großen Schritte enthält, die notwendig sind, um den Jahresplan einzuhalten. Diese Liste schlüsselt man dann auf die einzelnen Monate auf.

Diese beiden Übersichten sollte man monatlich überarbeiten und sich jede Woche ansehen.

Auf dieser Basis erstellt man anschließend eine Liste mit spezifischen Aufgaben für jeden Monat, die man sich täglich ansieht und gegebenenfalls anpasst. Aus dieser Liste sucht man sich dann auch jeden Tag die Aufgaben heraus, die man bearbeiten will, um sein Tagesziel zu erreichen. Um produktiv zu arbeiten, sollte man im Kalender Zeiträume für bestimmte Aufgaben blocken – sobald etwas als Termin im Kalender steht, ist es wahrscheinlicher, dass man auch daran arbeitet. Damit es übersichtlicher ist, kann man auch verschiedenen Aufgabentypen unterschiedliche Farben zuordnen. 

Am Ende jeden Tages sollte man überprüfen, wie weit man bei seinen Aufgaben vorwärts gekommen ist, was man an dem Tag erreicht hat und woran es gehakt hat. Gerade der letzte Punkt ist sehr wichtig: man sollte kritisch betrachten, warum bestimmte Vorhaben gescheitert sind. Dabei sollte man sich allerdings kein schlechtes Gewissen machen, weil man versagt hat, sondern die Gründe analysieren, sich überlegen, wie man das anders machen könnte und es noch einmal versuchen.

 

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