[Bloggeflüster] Aus dem Leben gegriffen

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Häufiger werde ich gefragt, woher ich meine Ideen nehme, wie ich auf bestimmte Dinge gekommen bin. Ob ich manches davon vielleicht selbst erlebt habe.

Die Frage, woher man seine Ideen nimmt, ist eine große Standardfrage, die sich eigentlich nur mit „von überall her“ beantworten lässt und natürlich fallen auch eine Erlebnisse dort mit hinein.

Es liegt sehr Nahe, beim Schreiben auf eigene Erfahrungen zurückzugreifen, schließlich kann man so sehr realistisch und authentisch schreiben. Immerhin sind die Dinge wirklich passiert! Doch darin liegt auch eine Tücke: Dinge, die einem selbst passiert sind, können einem emotional näher gehen, als es für die Geschichte gut ist. Zwar kann man Gefühle, die man selbst durchlebt hat, besser schildern, andererseits ist man eigenen Erlebnissen häufig so nah, dass man sie nicht subjektiv betrachten kann. Man misst ihnen vielleicht hohe Bedeutung bei, obwohl sie für die eigentliche Geschichte nicht so relevant sind (Stichwort: Kill your darlings 😉 ).

Zudem läuft man dabei immer Gefahr, dass andere Beteiligte sich auf die Zehen getreten oder falsch dargestellt fühlen, falls sie sich in den Geschichten wieder erkennen. Wenn es um eigene Erfahrungen geht, versuche ich daher, nur einzelne Aspekte zu übernehmen oder kleine Anekdoten einfließen zu lassen, um Geschichten etwas mehr Authentizität zu geben. So basieren in der vierten Episode meiner „Jäger in den Schatten“ die Jugenderinnerungen von Sebastian auf Dingen, die ich selbst erlebt habe.

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