[30 Fragen] 2. Wie viele Figuren? Männer vs. Frauen?

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Die 30 Fragen für Autoren sind mir auf dem Autorenblog von Bianca Stark begegnet, die sie wiederum von Nina C. Hasse übernommen hat. Nach und nach werde ich hier die einzelnen Fragen beantworten 🙂

2. Wie viele Figuren hast du? Bevorzugst du Männer oder Frauen?

Ohje, das ist mal eine schwierige Frage. … Das dürften inzwischen ein paar hundert sein? Ich habe in der Regel recht viele Figuren, die in einem Projekt auftauchen – für „Jäger in den Schatten“ habe ich die wichtigen oder wiederkehrenden Charaktere einmal gezählt und kam auf 29. Bei anderen Projekten sieht es ähnlich aus. Für meine Welt Drunai habe ich irgendwann eine Übersicht mit namentlich erwähnten Figuren aufgestellt, um den Überblick nicht zu verlieren, und bin da weit jenseits der Hundert. Zwar sind das nicht alles ausgearbeitet Figuren, aber zumindest solche, die wichtig genug waren, einen Namen zu erhalten.

Generell habe ich bei einem Projekt um die drei bis fünf Hauptfiguren, dann noch einen Handvoll wiederkehrender Nebenfiguren. Da ich es inzwischen auf … 15 (AHHH!) Projekte in verschiedenen Planungsphasen gebracht habe, summiert sich das auf.

Früher hatte ich eine starke Tendenz, mehr weitaus mehr Männer als Frauen zu schreiben. Inzwischen glaube ich, dass das an der unbewusst verinnerlichten Misogynie lag. (Ist das der richtige Ausdruck für internalized misogyny?) Es hat ziemlich lange gedauert, ehe mir wirklich klar wurde, dass das ein Faktor war, weswegen ich mit vielen Frauenfiguren nichts anfangen konnte. Beziehungsweise sie oft sogar nur dafür gehasst habe, dass sie Frauen waren :-/ Ich bin ziemlich froh, dass ich aus dieser kindischen Phase herausgewachsen bin und Frauenfiguren inzwischen viel mehr zu schätzen weiß.
Das hat sich natürlich auch auf meine eigenen Geschichten ausgewirkt, auch wenn sie immer noch eher Männerlastig sind – allein schon, weil ich immer noch sehr viel Gay Romance schreibe und da bedarf es einfach ein paar mehr Kerlen zum anschmachten ;-). Aber insgesamt achte ich seitdem darauf, mehr Frauen in Haupt- und Nebenrollen dabei zu haben.

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